15.10.2018

Raum für Wachstum, Transparenz und Offenheit

Die NanoFactory in Haar: Architektur und Konzept

Konzipiert vom international renommierten Münchner Architekturbüro HENN besticht die NanoFactory schon beim ersten Anblick durch ihre 14 Meter hohe Glasfassade und die dynamische Architektur, die sich perfekt in das dreieckige Grundstück am Eglfinger Weg 2 direkt am Haarer Bahnhof einfügt. Auch im Inneren des dreigeschossigen Gebäudes dominiert Glas – und damit Transparenz und Offenheit. Mit einer Bruttogrundfläche von 9.205 m2 bietet es Raum für Wachstum und Platz für künftig bis zu 300 Mitarbeiter – rund 150 sind bereits eingezogen.

In der NanoFactory finden mit der attocube systems AG und der neaspec GmbH – beides Mitglieder der WITTENSTEIN gruppe – zwei Nanotechnologiefirmen aus München ein neues Zuhause. Zudem wird die bislang in Ottobrunn ansässige Vertriebsmannschaft der WITTENSTEIN alpha GmbH am ‚Haarer Dreieck‘ einziehen. 


Offenheit und Weite bieten Raum für Ideen und Austausch

Mittelpunkt des Gebäudes ist das lichtdurchflutete Atrium – kommunikativer Treffpunkt und zentraler Empfangsbereich für Kunden und Besucher. Von hier blickt man nach oben bis zum Dach des Gebäudes: Durch gegeneinander versetzte Atrien entstehen zweigeschossige Lufträume - ein Spiel der Dimensionen –  das den hohen Raum besonders hell und leicht wirken lässt. In den Zwischengeschossen bieten offene Kommunikationszonen und Lounge-Bereiche die Möglichkeit zum ungezwungenen Austausch der Mitarbeiter.

Im Erdgeschoss des geschwungenen Firmengebäudes befinden sich die Konferenzräume, ein Showroom und ein Café mit Terrasse. Die ‚atomic kitchen‘ folgt nicht nur in der architektonischen Gestaltung dem Konzept von Offenheit und Transparenz: Neben Mitarbeitern und Gästen kann das Bistro auch von der Öffentlichkeit besucht werden.

Über einen Treppenaufgang gelangt man zum Zwischengeschoss. Von hier gibt eine raumhohe, 5 x 2 Meter große Glaswand den Blick frei auf das Herzstück der NanoFactory: Die Produktion, sowie die angrenzenden Labore. Im Zentrum befindet sich ein riesiger Glaskubus, der als Testraum dient.

In den beiden Obergeschossen befinden sich die Entwicklungs-, Meeting- und Büroräume, die durch geräuschdämmende Akustikdecken und große Fensterfronten ein optimales Arbeitsumfeld schaffen. Die großzügige, begrünte Dachterrasse, die von den Mitarbeitern genutzt werden kann, gibt den Blick auf die umliegenden Gebäude und Anlagen frei.


Kurze Wege für flexible und effiziente Arbeitsabläufe

Zu innovativen Produkten gehören optimierte Produktionsabläufe und eine moderne Infrastruktur: So wurde bei der Gebäudeplanung besonderes Augenmerk auf kurze Wege gelegt: Die Entwicklungs-, Produktions-, Liefer- und Lagerbereiche wurden „workflow-optimiert“ gestaltet. Dies macht Prozesse und Abläufe effizienter und schlanker und schafft so die Voraussetzung für eine skalierbare Produktion.

Verantwortungsvoll und nachhaltig

Mit dem Neubau setzt die WITTENSTEIN gruppe – Bauherr der NanoFactory – ihre Grundüberzeugung fort: verantwortungsbewusstes und damit nachhaltiges Investieren in die Zukunft. Die NanoFactory wurde nach modernsten Gesichtspunkten gebaut: Ca. 60 % der Fassade wurde mit der von Passivhäusern bekannten Dreifachverglasung ausgestattet, 40% nichttransparente Fassadenflächen minimieren den Energieeintrag. Einzelne Lamellen der Stahl-Glasfassade lassen sich öffnen und sorgen im Sommer für eine ressourcenschonende Nachtauskühlung. Durch die Auswahl der energieeffizienten Haustechnik und einer besonders gedämmten Außenhülle, ist das Gebäude ein Niedrigenergiehaus nach KfW 55 Standard. 

Mit der Eröffnung der NanoFactory beginnt für die im Jahre 2001 gegründete attocube systems AG eine neue Ära der Firmengeschichte. Der Weg für weiteres Wachstum ist damit geebnet.


Die NanoFactory: Eckdaten

  • Investitionssumme: 20 Millionen Euro
  • Architekt: HENN Architekten, München
  • Bauherr: Wittenstein Immobilien GmbH
  • Hybridgebäude: Kombination aus Produktion, Büro und Gastronomie

     
  • Gebäudehöhe: 14 m, dreigeschossig
  • Grundstücksfläche: 5.720 m2
  • Bruttogrundfläche: 9.205 m2 
  • Produktionsfläche: 1.200 m2
  • Restaurant: 300 m2
  • Dachterrasse: 300 m2

     
  • Fassade: Hochwärmegedämmte Außenfassade, teilweise mit (3-fach-) Isolierverglasung, rd. 1.800 m2 Glasfassade

     
  • Energieversorgung:
    Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt über eine Fernwärmeeinspeisung.
    Die Elektroversorgung wird über das Mittelspannungsnetz zur Verfügung gestellt.
    Die Lüftungsanlage verfügt über eine Heiz- und Kühlfunktion und weist einen Wärmerückgewinnungsgrad von 70-75% auf.

     
  • Licht und Akustik: 
    Tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung.
    Schallabsorbierende Decken- und Bodenverkleidung in den Projekträumen und Büros.

     
  • Produktion:
    Flexibles Hallenlayout.
    Optimaler Warenfluss von der Anlieferung bis zum Versand.
    Saubere Montageumgebung durch konsequentes Umpacken der Ware in ESD-gerechte Lager- und Bereitstellungsbehältnisse.

     
  • Bau-Chronologie:
    17.11.2016: Spatenstich 
    08.09.2017: Richtfest 
    03.09.2018:  Einzug 
    11.10.2018: Offizielle Eröffnung



Bilder: 
Bild 1: Außenansicht der NanoFactory
Bild 2: 2. OG Open Space & Library
Bild 3: 2. OG Close Up Atrium
Bild 4: Atrium Blick von unten    
Bild 5: Manufaktur Testraum
Bild 6: Mezzanine Blick in die Manufaktur